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Flüchtlingszustrom

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Landkreis schafft vorsorglich neue Unterkünfte

Nordsachsen wappnet sich für den von Bund und Land prognostizierten Flüchtlingszustrom. „Wir müssen in diesem Jahr damit rechnen, dass bis zu 1.500 Asylbewerber neu in unseren Landkreis kommen. Damit würde sich die aktuelle Zahl verdoppeln, und schon jetzt reichen die Kapazitäten kaum“, sagt Nordsachsens Landrat Kai Emanuel. Bei den Flüchtlingen handle es sich zu 80 Prozent um allein reisende junge Männer, die in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, Familien hingegen dezentral in Wohnungen. „Die Unterbringung von Asylsuchenden ist eine Pflichtaufgabe des Landkreises. Diese Pflicht erfüllen wir, vor allem auch dank der sehr guten Zusammenarbeit mit unseren Städten und Gemeinden“, betont der Landrat.

Um keine Turnhallen belegen oder Zeltstädte errichten zu müssen, werde jetzt Vorsorge getroffen. So sollen am Schanzberg in Eilenburg und auf dem ehemaligen Muna-Gelände in Strelln bis April für jeweils 100 Menschen temporäre Unterkünfte in modernen Wohncontainern entstehen. „Wir betrachten das als Zwischenlösung für maximal zwei Jahre, um kurzfristig Asylsuchende menschenwürdig unterbringen und dann weiter verteilen zu können“, sagt Landrat Emanuel. „Dort wird auch niemand sich selbst überlassen, sondern wie bei allen Flüchtlingsunterkünften einen Betreiber samt Betreuungspersonal und einen Wachschutz geben.“

Um die wachsende Zahl an Asylbewerbern beherbergen zu können, hat der Landkreis bereits ehemalige Objekte wie in der Ambrosius-Marthaus-Straße in Oschatz oder die Käthe-Kollwitz-Hütte in Dahlen wieder in Betrieb genommen beziehungsweise die Plätze in bestehenden Unterkünften aufgestockt. Zur kurzfristigen, vorübergehenden Aufnahme von Flüchtlingen sind derzeit außerdem Unterbringungsmöglichkeiten in Laußig, Kursdorf und Repitz im Gespräch.

PM: Landratsamt Nordsachsen

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