Nachrichten aus Eilenburg

Modellvorhaben zur Kleinstadtentwicklung gestartet

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Im Rahmen einer digitalen Auftaktveranstaltung startete am 15.03.2021 das Modellvorhaben „Lokale Demokratie gestalten – Beteiligungspraxis zur Stadtentwicklung in Kleinstädten“, an dem Eilenburg als federführende Kommune mitwirkt. Das Modellvorhaben ist Teil des Forschungsfeldes „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)“ des BMI/BBSR.

Neben Eilenburg sind Wurzen, Osterburg (Sachsen-Anhalt), Großräschen (Brandenburg) und Bad Berleburg (Nordrhein-Westfalen) Teil des Programms „Pilotphase Kleinstadtakademie“. Gemeinsam suchen sie nach neuen Wegen der Bürgerbeteiligung und Kooperation im Rahmen der Kleinstadtentwicklung.

Die fünf Städte bilden einen Kleinstadtverbund, in dem mittels spezifischer kommunaler Themen nach Lösungen geforscht wird, wie verschiedene gesellschaftliche Gruppen besser in Stadtentwicklungsprozesse einbezogen werden können. Die Partnerkommunen des Projektes werden dabei vom vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. wissenschaftlich begleitet.

In dem Vorhaben, mit einer Laufzeit bis März 2023, werden zunächst die Erfahrungen der Kommunen mit Beteiligungsprozessen untersucht. Darauf aufbauend sollen neue Ansätze und Instrumente entwickelt und erprobt werden, die den Zusammenhalt und den Gemeinsinn in den Kommunen fördern, das Vertrauensverhältnis zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Verwaltung stärken sowie die Zusammenarbeit zwischen den Kernstädten und Ortsteilen verbessern. 

Die Stadt Eilenburg verfolgt im Rahmen des Projekts das konkrete Ziel der Entwicklung eines neuen Leitbildes. Dabei werden mit Hilfe verschiedener Methoden, wie beispielsweise Fokusgruppengespräche, Interviews, Dialogverfahren oder Netzwerkanalysen, vielfältige Impulse und Einflussfaktoren zur zukünftigen Ausrichtung gewonnen. Im Ergebnis soll die Gesamtstadt im Leitbild dadurch nicht nur funktional, sondern auch gesellschaftlich repräsentiert werden.

Während der Projektlaufzeit ist ein intensiver Austausch zwischen den Kommunen vorgesehen, um von den gegenseitigen Erfahrungen zu lernen. Zudem sollen übertragbare Ergebnisse für die Weiterverwendung in anderen Kleinstädten zur Verfügung gestellt werden.

Zukünftige Ansprechpartnerin zu allen Fragen des Projekts wird Frau Sina Waitz (03423 652145) sein.

 

Zum Projekt „Pilotphase Kleinstadtakademie“:

Deutschland ist mit über 2100 Kleinstädten ein Land der Kleinstädte. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) setzen sich im Rahmen der Initiative „Kleinstädte in Deutschland“ und mit der Kleinstadtakademie für eine Stärkung der praxisorientierten Forschungen und dem Erkenntnisgewinn durch einen interdisziplinären Akteurskreis zur Entwicklung von Handlungsempfehlungen und -optionen für und von Kleinstädten ein.

 

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